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Matthias und das Rätsel um die verschwundenen Spielsachen

eine Kurzgeschichte von Kathy Steinemann

deutsche Übersetzung

Es war Montag früh. Matthias war draußen im Garten und er war wirklich verblüfft. Vor fünf Minuten hatte er ein glänzendes neues silbernes Spielzeugauto gerade noch hier in der Hand gehabt. Aber wo war es jetzt?

Er suchte neben dem Zaun, hinter dem Haus und drüben in der Nähe des Goldfischteiches. Er rannte ins Haus und durchsuchte sein Schlafzimmer. Sein Auto war verschwunden!

Matthias fragte Vati und Mutti, ob sie es gesehen hätten. Die beiden schüttelten mit dem Kopf und sagten: „Nein.“ Ihm war nach Weinen zumute, aber er unterdrückte seine Tränen und fand etwas anderes, womit er spielen konnte.

Später am Morgen bemerkte Matthias, dass noch ein anderes Spielzeug fehlte - ein grüner Spielzeuglaster, der ihm wirklich gefiel. Er war sicher, dass er ihn unten neben die Küchentür gelegt hatte. Mensch! Was war los? Nun waren zwei Sachen weg! Er suchte erneut mit demselben Ergebnis. Nichts!

Mutti und Vati halfen ihm. Sie suchten überall - sogar neben der Hecke, im Holzschuppen und im Whirlpool. Sie konnten auch nichts finden. Jetzt waren sie alle verblüfft!

„Na ja“, sagte Mutti „sei den restlichen Tag sehr vorsichtig! Vielleicht werden deine Sachen später wieder auftauchen.“

Das war aber nicht der Fall.

Matthias musste endlich zu Bett gehen - ohne seine Lieblingsspielzeuge!

Am nächsten Tag (das war Dienstag) passierte genau das Gleiche! Zuerst war es ein neuer roter Ball, dann eine bunte kleine Diego-Aktionsfigur und zuletzt ein gelber Stofflöwe. Drei weitere Sachen waren verschwunden. Jetzt hatte Matthias fünf seiner Lieblingssachen verloren.

„Nein, nein, nein!“, rief er aus. „Es ist wirklich nicht fair!“

Mutti und Vati wussten keinen Rat. Sie trösteten Matthias und beschlossen ihn zu beobachten, während er spielte. Sie lösten sich ab. Der Tag verging, ohne dass etwas passierte, und nichts mehr ging verloren. Was für ein Rätsel!

Diese Nacht ging Matthias sehr traurig ins Bett. Nicht einmal sein Spiel mit Engelbert machte ihm Spaß.

Er beschloss, morgen noch einmal sehr sorgfältig zu suchen.

Er warf sich die ganze Nacht im Bett herum.

Jetzt war Mittwoch, ein neuer Tag. Die Sonne schien hell am Himmel und auf dem Boden lag eine frisch gefallene Schneedecke. Prima! Matthias konnte einen Schneemann bauen.

Nachdem er gefrühstückt hatte, ging er hinaus. Er war in einen warmen schwarz-roten Schneeanzug, Fausthandschuhe und Rennwagen-Stiefel gekleidet. Die Stiefel leuchteten jedes Mal auf, wenn er einen Schritt machte. Er begann seinen Schneemann zu bauen. Vati kam auch hinaus, um ihm zu helfen.

Sie benutzten orange Möhren für die Nase, blaue Knöpfe für die Augen, grüne Erbsen für den Mund und alte Zweige für die Arme. Dann brachte Mutti ihnen eine purpurrote Mütze und einen schwarzen Mantel. Mutti kriegte einen Lachanfall. Der Schneemann sah sehr lustig und fast lebensecht aus.

Matthias hatte seine verschwundenen Sachen beinahe (aber nicht ganz) vergessen.

Die drei machten eine kleine Schneeballschlacht. Danach wollten Mutti und Vati ins Haus zurückgehen. Doch Matthias sagte: „Bitte könnte ich noch eine Weile nach meinen Sachen suchen?“

„Klar!“, sagten sie.

Matthias ging zum Whirlpool. Nichts. Dann trottete er zum Holzschuppen. Auch hier war nichts. Aber mit einem Mal bemerkte er einige Spuren im Schnee. Sie waren ziemlich klein - etwa 5 cm - und sie sahen wie kleine Hände mit 4 Fingern, einem Daumen und langen Fingernägeln aus. Er musterte die Spuren und folgte ihnen. Sie führten zur Hecke und verschwanden dann darunter. Was konnten sie sein?

Er schob ein paar Zweige beiseite - und dreimal darfst du raten, was er fand. Richtig. Seine ganzen Sachen!

Er huschte zur Haustür, um Vati und Mutti zu holen. Sie prüften die Spuren. Vati zog die Augenbrauen hoch und sagte: „Ach! Waschbären! Wir müssen ein Loch irgendwo im Zaun haben. Ich weiß, wie ich mit denen fertig werden kann.“

Vati ging neben dem Zaun entlang und fand die Öffnung. Er und Matthias reparierten zusammen das Loch. Vati sagte: „Da! Jetzt können sie nie wieder auf dumme Gedanken in unserem Garten kommen. Das Loch ist zu.“

Dann schnappte Matthias seine Sachen und trug alles ins Haus.

Matthias fühlte sich wie ein richtiger Detektiv! Er hatte das Rätsel gelöst!

Und stell dir vor! Von da an blieben seine Spielsachen genau dort, wohin er sie legte.


(C) Kathy Steinemann. Alle Rechte vorbehalten!



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Matthew and the Mystery of the Missing Playthings

a Short Story by Kathy Steinemann

English Translation

It was early Monday morning. Matthew was outside in the yard and he was really perplexed. Just five minutes ago he had had a shiny new silver toy car right here in his hand. But where was it now?

He searched next to the fence, behind the house, and over by the goldfish pond. He ran inside and searched through his bedroom. His car had disappeared!

Matthew asked Daddy and Mommy if they might have seen it. They both shook their head and said, "No." He felt like he wanted to cry, but he choked back the tears and found something else that he could play with.

Later in the morning Matthew noticed that yet another toy was missing - a green toy truck that he really liked. He was certain that he had laid it down next to the kitchen door. Man! What was happening? Now two things were gone! He searched again with the same result. Nothing!

Mommy and Daddy helped him. They searched everywhere - even by the hedge, in the woodshed, and in the hot tub. They couldn't find anything, either. Now they were all perplexed!

"Oh well", said Mommy, "be very careful for the rest of the day. Maybe your things will turn up again later."

But that didn't happen.

Matthew finally had to go to bed - without his favorite toys!

The next day (that was Tuesday) the very same thing happened! First it was a new red ball, then a colorful little Diego action figure, and finally a yellow stuffed lion. Three more things had gone missing. Now Matthew had lost five of his favorite things.

"No, no, no!" he exclaimed. "It just isn't fair!"

Mommy and Daddy didn't know what to do. They comforted Matthew and decided to watch him while he played. They took turns. The day passed without incident and nothing more went missing. What a mystery!

That night Matthew went to bed very sadly. Not even his game with Engelbert was any fun.

He decided to search very carefully again tomorrow.

He tossed and turned all night in bed.

It was now Wednesday, a new day. The sun shone brightly in the sky and on the ground lay a freshly-fallen coat of snow. Great! Matthew could build a snowman.

After he had eaten breakfast, he went outside. He was dressed in a warm black and red snowsuit, mittens, and racing car boots. The boots lit up every time he took a step. He began to build his snowman. Daddy came outside as well, in order to help him.

They used orange carrots for the nose, blue buttons for the eyes, green peas for the mouth, and old branches for the arms. Then Mommy brought them a purple toque and black coat. Mommy had a fit of laughter. The snowman looked really funny and almost lifelike.

Matthew had nearly (but not quite) forgotten his missing things.

The three of them had a little snowball fight. Afterwards Mommy and Daddy wanted to go back into the house. But Matthew said, "Please could I look for my things awhile longer?"

"Sure!" they said.

Matthew went to the hot tub. Nothing. Then he plodded to the woodshed. There was nothing here, either. But all of a sudden he noticed a few tracks in the snow. They were rather small - about 5 cm. - and they looked like little hands with 4 fingers, a thumb, and long fingernails. He checked out the tracks and followed them. They led to the hedge and then disappeared underneath it. What could they be?

He shoved a couple of branches aside - and you have three guesses what he found. Right. All his things!

He rushed to the front door in order to fetch Daddy and Mommy. They checked the tracks. Daddy raised his eyebrows and said, "Oh! Raccoons! We must have a hole somewhere in the fence. I know how to handle them."

Daddy walked alongside the fence and found the opening. He and Matthew repaired the hole together. Daddy said, "There! Now they can't ever get into mischief in our yard again. The hole is blocked."

Then Matthew grabbed his things and carried everything into the house.

Matthew felt like a real detective! He had solved the mystery!

And guess what! From then on his playthings stayed exactly where he put them.


(C) Kathy Steinemann. All rights reserved.



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